Meet&Match: „Super kleine Hürde”

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„Wir wollen etwas bauen, was langlebig da ist!“. Mit diesem Traum starteten die zwei jungen Gründerinnen Yolanda und Luca ihr Startup ReDo. Nach ihren Abschlüssen im Department Design an der HAW Hamburg haben die beiden sich dazu entschlossen, eine Idee, die sie bereits lange bewegte, in die Tat umzusetzen und in die Welt des Gründens einzusteigen. ReDo ist eine Online-Community-Plattform, auf der Konsument*innen die Möglichkeit haben, bereits existierende Produkte nachhaltiger zu gestalten. So können diese Unternehmen aktiv dabei unterstützen, am Wandel zu einer grüneren Zukunft teilzunehmen.

Was als kleine Idee startete, wurde jedoch schnell zu einem riesigen Projekt. Plötzlich hatten Yolanda und Luca vor lauter Arbeit „gar kein richtiges Leben“ mehr. Den beiden wurde klar, dass ReDo ein Projekt ist, das mehr als nur zwei Leute im Team braucht. Doch dabei war ihnen wichtig, nicht nur eine*n Mitarbeiter*in zu finden, sondern jemanden der*die sich kreativ an der Gestaltung von ReDo beteiligt. Als die beiden auf Meet&Match aufmerksam wurden, erkannten sie, hier wird ihnen genau das versprochen: Co-Founder*innen, die aktiv das Startup mit weiterentwickeln. 2021 meldeten die beiden sich an und starteten schon kurz danach im Kick-off-Event mit der ersten Phase des Kennenlernens.

Vorher haben bereits alle Teilnehmenden Steckbriefe zu sich und ihrer Motivation ausgefüllt. Dadurch konnten sich Yolanda und Luca bereits ein Bild von den Teilnehmenden machen und wählten acht Personen aus, die für sie potenziell als Co- Founder*innen infrage kämen. „Die Hoffnung war, wirklich Leute zu finden, die auch Lust haben, Zeit und Energie reinzustecken, um ReDo in der Realität umgesetzt zu sehen“, berichteten die beiden. Beim Kick-off-Event lernten die Gründerinnen ihre potenziellen Partner*innen im ersten Gespräch kennen – aufgrund der Corona-Situation zunächst noch virtuell. Aus dieser Phase gingen sie mit drei potentiellen Matches heraus. Eines davon war Xhulia, die in der Umweltbranche tätig war. Als sie sich mit ihr in der zweiten Phase erstmals persönlich trafen, merkten sie direkt: „Mit der haben wir total Lust zusammenzuarbeiten“. Für Xhulia ermöglicht ReDo Verbraucher*innen Produkte mit gutem Gewissen konsumieren zu können, ohne dass es zu umweltbelastender Überproduktion kommt.

Für alle war schnell klar: Es geht gemeinsam in die dritte Phase. Hier liegt der Fokus auf dem gemeinsamen Arbeiten und Lösen von Aufgaben. „Xhulias erste Aufgabe war es, ReDo zu einem Wettbewerb anzumelden“. So konnten Yolanda und Luca sehen, wie Xhulija ihr Startup nach außen hin präsentiert. Bei der Zusammenarbeit an der Wettbewerbseinreichung hat es zwischen den dreien weiter „gefunkt“. Offenbar so gut, dass ihr gemeinsamer Antrag es bei dem Wettbewerb für Gründungsideen mit sozialem Impact mittlerweile bis in die Finalrunde geschafft hat.

Nach der Arbeitsphase geht es schließlich in die vierte und letzte Runde. In dieser werden sich gegenseitig „Knackpunktfragen“ zu der gemeinsamen Gründung gestellt. Verteilung der Unternehmensanteile, der Arbeitspakete oder des finanziellen Risikos stehen hier beispielsweise im Fokus. Keine leichte Kost, doch hierbei finden die drei nun vollständig als Team zusammen. „Xhulia ist unser Reality Check“, erzählt Yolanda. Mit ihrem ganz anderen Blickwinkel auf die verschiedenen Aufgaben ergänzt sie die Arbeitsweise der beiden Gründerinnen perfekt.

Damit ein so gutes Match entstehen konnte, müsse sich das Team jedoch gegenseitig den Raum geben, um offen zu kommunizieren, was man selber möchte und was man von den anderen erwarte, berichteten die drei. Rückblickend sprechen sie sich begeistert für Meet&Match aus. An dem Programm teilzunehmen war eine „super kleine Hürde “ und am Ende findet man dort „potenziell jemanden, die oder der mit uns die Reise antritt!“. Yolanda und Luca konnten durch Meet&Match lernen, welche Personen sie genau brauchen, um ihre Vision von ReDo erfüllen zu können. Mittlerweile ist das Team nun schon auf sieben Personen gewachsen.

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