Drei Tage, vier Teams, 14 Gründungsideen: Vom 4. bis 6. September 2026 hat das Gründungscamp vom Startup Port 19 Gründungsinteressierte in die Harburger Schloßstraße geführt. Was am Freitagvormittag noch eine Idee auf einer Metaplanwand war, stand am Sonntagnachmittag als Pitch bereit.
Vom Post-it zum Pitch
Wer im Camp drei Tage lang Annahmen prüft, spart später Monate. Nach dieser Devise wurden im Camp 14 Ideen vorgestellt, Teams gebildet und die wichtigsten Fragenstellungen auf dem Weg zum Geschäftsmodell bearbeitet – ein Beleg dafür, dass das Format nicht nur an Konzepten arbeitet, sondern auch an Konstellationen.
Gleichzeitig ist das Format bewusst eng getaktet. Die wichtigsten Schritte von der Idee zur Gründung wurden zwischen Freitagvormittag und Sonntagabend gemeinsam bewältigt: Die angehenden Gründer*innen arbeiteten an Business Modellen, an der Finanzierung und Förderung, erstellten einen Prototyp und trainierten den Pitch. Auf der Strecke wurden sie von Mentorinnen und Mentoren aus Wissenschaft und Praxis begleitet.
Zwei Gründer, zwei Realitäten
Ein besonderes Highlight für die Teilnehmenden: An zwei Abenden kamen Gäste dazu, die den Weg schon gegangen sind und aus ihrer Erfahrung berichteten – von Hürden, Herausforderungen und Erfolgen.
Tin Lasic, CEO von 10x Autonomy: Das Hamburger Deep-Tech-Startup automatisiert die Absicherung autonomer Fahrsysteme. Ihre Lösung, der AI Validation Stack, erzeugt vollautomatisiert hochpräzise 4D-Referenzdaten für die jeweilige Sensorkonfiguration des Kunden.
Fynn Engelbrecht, Gründer von RevolutMedia und Alumnus eines früheren Gründungscamps: Der Gründer kam vor einem Jahr selbst als Teilnehmer ins Camp. Am Samstagabend kehrte er zurück – auf die andere Seite. Die Lüneburger Social-Media-Marketing-Agentur arbeitet heute für kleine und mittelständische Unternehmen.
Zwei sehr unterschiedliche Wege: Hier Deep Tech und Hardware-Nähe, dort ein bootstrapped Dienstleistungsgeschäft für den Mittelstand. Für die Teilnehmenden war beides lehrreich, gerade weil sich die Erfahrungen nicht deckten und das Spektrum der Wege, die Gründer*innen nehmen können, aufzeigte.
Feste Größe im norddeutschen Ökosystem
Das Gründungscamp wird seit mehreren Jahren vom Tempowerk, von Tutech, Hamburg Innovation, der Leuphana Universität Lüneburg und dem Startup Port organisiert und hat sich als feste Institution im norddeutschen Startup-Ökosystem etabliert. Es bietet Gründungsinteressierten die Gelegenheit, ihre Ideen in einem professionellen Umfeld weiterzuentwickeln, ehrliches Feedback zu bekommen und sich mit Gleichgesinnten zu vernetzen.
Mit neuen Impulsen, belastbaren Kontakten und geschärften Konzepten gehen die angehenden Unternehmerinnen und Unternehmer nun die nächsten Schritte — die eigentliche Arbeit beginnt jetzt.
Unterstützung für das eigene Gründungsvorhaben gewünscht? Ein Beratungstermin kann hier vereinbart werden.